Besuch der Klassen 8 und 9 im KZ Dachau
Am 08.10.2009 besuchten die Klassen 8 und 9 der Volksschule Dentlein am Forst im Rahmen des Geschichtsunterrichts das ehemalige Konzentrationslager (KZ) Dachau.
Es war interessant zu sehen, wie es früher in diesem KZ zuging. Diese Erfahrungen waren für uns unfassbar und erschütternd! Dort wo wir entlanggingen, sind viele Menschen durch die Gräueltaten der Schutzstaffel (SS) gestorben. Im dazugehörigen KZ-Museum sahen wir viele lehrreiche Bilder und einen Film, der die Umstände dieser Zeit zeigte. Der Betreuer, welcher uns herumführte, stellte uns den Zeitgeist des Hitler-Deutschland und das „Leben“ im KZ anschaulich dar.
Das KZ Dachau wurde nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 eingerichtet. Die Nazis durften durch die „Reichstagsbrandverordnung“ politische Gegner (Sozialdemokraten, Kommunisten, ...) ohne Gerichtsverfahren einsperren. Dafür reichten die Gefängnisse nicht mehr aus, weshalb das KZ gebaut wurde. Später wurden jedoch auch Juden, Sinti, Roma, Slawen, Geistliche, Schwule, usw.) dort inhaftiert und bis aufs Letzte gefoltert.
Obwohl es kein Vernichtungslager im eigentlichen Sinn war (Vergasung in als Brausebäder getarnten Gaskammern), wurden die Menschen im KZ Dachau durch Arbeit vernichtet. Heute deutet man den sarkastischen Spruch im Eingangstor zum KZ „Arbeit macht frei“ so, dass hier Arbeit nur frei vom Leben macht. Die Insassen mussten unter schlimmsten Bedingungen so hart und viel arbeiten und bekamen gleichzeitig so wenig Nahrung, dass sie starben. Die Gefangenen des Lagers bewirtschafteten das Lager selbst und verrichteten zahlreiche andere Arbeiten in Außenlagern: Sie schufteten für die SS in Rüstungsfirmen, Handwerksbetrieben, im Straßenbau, in Kiesgruben, usw.
Vor dem Gebäude steht ein Denkmal, das uns noch zum Nachdenken brachte. Die Aufschrift lautet: Den Toden zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung.
Für uns werden die Eindrücke unvergesslich bleiben.
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